Magdeburger Hafen

Kontakt

Magdeburger Hafen GmbH
Saalestraße 20
39126 Magdeburg

Kontakt: Karl-Heinz Ehrhardt
Tel.: +49 (0)391 5939 162
Fax: +49 (0)391 5939 210
Mail: gfmagdeburg-hafen.de

www.magdeburg-hafen-gvz.eu

Ausbau des Hinterlandhafens Magdeburg zum GREENPORT

Magdeburg gehört zu den wichtigsten Knotenpunkten des Hamburger Hafens im Hinterland. Die Zusammenarbeit zwischen dem Magdeburger- und dem Hamburger Hafen ist vielfältig. Beispielsweise hat Eurogate eine Kooperationsvereinbarung mit dem Magdeburger Hafen unterzeichnet, um ein „Extended Gate“ im Hinterland anbieten zu können. Darüber hinaus kann Reedereien ein ganzheitliches Konzept in Bezug auf einen möglichst nachhaltigen Transport angeboten werden, da dieser auf dem Wasserweg zum Drehkreuz Magdeburg besonders umweltfreundlich ist. So kann Hamburg über seine Grenzen hinaus Hafendienstleistungen anbieten, die den Umweltschutz fördern.

Nicht nur in Hamburg stehen die Zeichen auf Green Capital: Die Entwicklung Magdeburgs zu einer Forschungs- und Produktionsstätte für erneuerbare Energie (Windenergie, Bio-Treibstoffe) sieht die Magdeburger Hafen GmbH als Verpflichtung, sich eingehend mit der Nachhaltigkeit bei der Versorgung des Hafens mit erneuerbarer Energie zu beschäftigen. Außerdem werden der Bereich der Transportdienstleistungen und das Thema Staub- und Lärmbelästigungen als Umweltschutzaspekte in die Geschäftspolitik eingebunden. Zu diesem Zweck haben die Firma Enercon GmbH, als Produzent von Windenergieanlagen, die Städtische Werke Magdeburg GmbH (SWM), als Konzeptführer bei der Versorgung Magdeburgs mit umweltfreundlichen Energien und Transportwerk Magdeburger Hafen GmbH eine Projektvereinbarung abgeschlossen, um Magdeburg als den ersten Greenport-Hinterlandhafen zu entwickeln. In keinem anderen Binnenhafen gibt es eine so geografisch und logistisch enge Verbindung zwischen der Produktion von erneuerbarer Energie und Hafenaktivität.

Folgende Maßnahmen werden umgesetzt:

  • Die neu gebauten und noch zu bauenden Kaianlagen verfügen über Elektranten für eine dezentrale Stromentnahme. An diese werden die Binnenschiffe angeschlossen, um mit Landstrom versorgt zu werden. Der Strom hierfür wird aus einer in Hafennähe installierten Windenergie-Referenzanlage erzeugt.
  • Die Kaianlagen sind mit Elektranten ausgestattet, um Binnenschiffen Landstrom zu liefern. Dieser Strom wird durch eine in Hafennähe errichtete Windenergieanlage erzeugt. Dadurch wird der CO2-Ausstoß der im Hafen liegenden Binnenschiffe maßgeblich reduziert und der dazu notwendige Strom wird durch Windenergie hergestellt.
  • Ein Großteil der Rangier- und Überfuhrdienste der Hafenbahn wird ab 2011 durch eine Hybridlok (die bereits erste Testläufe im Magdeburger Hafengebiet absolviert hat) erbracht werden. Diese Hybridlok kann im leichten und mittleren Rangierdienst im Elektromodus fahren und sich dann in den Nachtzeiten mit Windstrom wieder aufladen.
  • Der überwiegende Stromverbrauch der Hafenbetriebsteile der Magdeburger Hafen GmbH soll ebenfalls mit Strom aus der betriebenen neuen Windenergieanlage gespeist werden.
  • Die Städtische Werke Magdeburg GmbH (SWM) plant, bei Bedarf ebenfalls in unmittelbarer Nähe der zuvor erwähnten Windenergieanlage auf dem Gelände der Magdeburger Hafen GmbH eine „Elektrotankstelle“ für Elektromobile im Bereich PKW und Kleintransporter zu errichten und zu betreiben.

Damit unternimmt der Magdeburger Hafen einen großen Schritt zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen im Bereich Transport und Logistik und verlängert die umweltfreundliche Transportkette von Hamburg als Green Capital 2011 in das mitteldeutsche Wirtschaftsgebiet.