Initiativen und Programme

Carbon Disclosure Project

Das Carbon Disclosure Project ist eine im Jahr 2000 in London gegründete Non-Profit-Organisation mit dem Ziel, dass Unternehmen und auch Kommunen ihre Umweltdaten veröffentlichen wie die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen und den Wasserverbrauch. Einmal jährlich erhebt das CDP im Namen von Investoren anhand von standardisierten Fragebögen auf freiwilliger Basis Daten und Informationen zu CO2-Emissionen, Klimarisiken und Reduktionszielen und -strategien von Unternehmen. Das CDP verwaltet die mittlerweile weltweit größte Datenbank ihrer Art.

Das CDP ist unabhängig und finanziert sich durch ein breites Spektrum an Sponsoren, außerdem durch Mitgliedsbeiträge und im Rahmen von besonderen Projekten und Partnerschaften. Die von den Unternehmen freigegebenen Daten und die jährlichen CDP Berichte sind auf der Internetseite des CDP für alle Interessenten frei verfügbar. Die Investoren, die das CDP unterstützen, erhalten auch Zugang zu nicht-öffentlichen Informationen.

Investoren, Unternehmen, politische Entscheidungsträger, Wissenschaftler und die Medien nutzen die CDP-Daten, um sich über klimarelevante Daten und Strategien von Unternehmen zu informieren. Investoren verwenden diese Daten u. a. zur Bewertung langfristiger Chancen und Risiken ihrer Portfoliounternehmen, zur Festlegung ihrer Investmentstrategie, zur Entwicklung von Anlageprodukten und Indizes sowie auch zur Einreichung von Anträgen auf Hauptversammlungen und der direkten Zusammenarbeit mit dem Unternehmensmanagement. Die berichtenden Unternehmen selbst nutzen die Daten einerseits für den Vergleich mit der Konkurrenz und andererseits zur Lokalisierung von Kosten-Einsparungspotentialen und zur Entwicklung von Strategien zur Kontrolle und zum Abbau von Treibhausgas-Emissionen.

Der Fragebogen umfasst vier Teile:

  • Einschätzungen des Managements über die mit dem Klimawandel einhergehenden Risiken und Chancen für das Unternehmen
  • Systematische Erfassung von Treibhausgasemissionen
  • Strategien des Managements hinsichtlich der Reduktion von Treibhausgasemissionen, Risikosteuerung und Erschließung von Potenzialen
  • Corporate Governance hinsichtlich des Klimawandels 

Das Carbon Disclosure Project ist in Deutschland seit dem Jahr 2006 aktiv. Rund 50 Prozent der größten deutschen Unternehmen nehmen regelmäßig an der Befragung des CDP teil und machen ihre Umweltdaten zugänglich. Die DAX-Unternehmen unterstützen das Projekt nahezu ausnahmslos. Das ist auch ein Anzeichen dafür, dass der Klimaschutz als wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe ernst genommen wird. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers und WWF Deutschland unterstützen das Carbon Disclosure Project, das seit mehreren Jahren auch ein Büro in Berlin unterhält. CPD erfasst Treibhauseffekte der gesamten Wertschöpfungskette.

Das Carbon Disclosure Project erfasst die Umweltdaten von Kommunen und Unternehmen, die anfallen und bezieht bei der Erfassung und Auswertung der Daten den gesamten Wertschöpfungsprozess und die Lieferkette mit ein. Es werden also nicht nur die direkten CO2-Emissonen erfasst, sondern auch die indirekten Effekte, etwa Treibhausgase, die durch Verpackung, Transport, Nutzung und Entsorgung entsteht. Das CDP setzt sich auch auf politischer Ebene ein, um einheitliche Standards zur Ausweisung von Umweltdaten von Unternehmen zu erwirken.

Kontakt

Steven Tebbe
Managing Director, Europe
Reinhardtstraße 19
10117 Berlin
Tel.: +49 30 311 777 163
steven.tebbecdp.net
cdpeuropecdp.net   

Weitere Informationen

www.cdp.net